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Christoph Fahle
August 22, 2011

Startup of the week – #6: Doonited

Betahaus: Kannst du kurz umschreiben was Doonited ist und welches Ziel dahinter steht?

 

Oliver Stark: Doonited ist eine Plattform, die jeden Tag zu einer guten Tat inspiriert. Diese sind leicht von jedem überall umsetzbar, jeder kann Gutes tun. Dabei als globale Gemeinschaft zu agieren stärkt das Gefühl als Teil einer Bewegung wirklich etwas bewegen zu können. Wir verbinden somit zwei starke Trends miteinander: Soziale Verantwortung und soziale Netzwerke. Plattformen wie Facebook und Twitter helfen dabei, die guten Taten in den bestehenden sozialen Strukturen schnell zu verbreiten und auch Freunde davon zu überzeugen selbst mitzumachen. So versuchen wir Stück für Stück die Welt ein bisschen zu verbessern.

Ihr seid seit knapp zwei Wochen online, wie ist es bisher gelaufen?

Sehr gut. Schon die ersten 24 Stunden haben unsere Erwartungen übertroffen. Trotzdem geht es jetzt natürlich darum Doonited weiter in die Welt zu tragen und unsere kleine Bewegung so richtig in Gang zu bringen. PR wird jetzt für uns sehr wichtig.

Wie kam es zu der Idee Doonited ins Leben zu rufen?

Ich war vor einigen Jahren in Indien und habe dort mein Patenkind besucht. Ein Patenkind haben, war für mich damals meine Möglichkeit Gutes zu tun. Es war ein sehr emotionales Erlebnis und ich wollte am liebsten alle meine Freunde davon überzeugen auch ein Patenkind zu unterstützen. Mir wurde schnell bewusst, dass andere, ohne dort gewesen zu sein, nicht so emotional eingebunden sind. Hinzu kommt der oft berechtigte Zweifel, ob das eigene Geld tatsächlich beim richtigen Empfänger landet. Es gibt am Ende dann doch oft viele Gründe nichts Gutes zu tun. Ich wollte eine Möglichkeit finden, diese Mitmachbarrieren wegzunehmen, Bewusstsein zu schaffen und eine Gemeinschaft bzw. eine Gruppendynamik aufzubauen. Schließlich zeigt schon jede kleine Tat eine Wirkung und so kann eben auch ohne großen Aufwand oder Spenden etwas verändert werden.

Wie viele DailyGoods habt ihr gerade noch im Petto und wo kommen diese her?

Im Moment haben wir noch weit über 100 DailyGoods auf Vorrat. Ziel ist es aber, dass die Vorschläge aus der Gemeinschaft kommen. Man kann daher natürlich eigene DailyGoods auf der Website vorschlagen. Wenn dir also etwas einfällt, immer her damit!

Was hat euch dazu bewogen, euch im betahaus einzurichten?

Wir hatten im Vorfeld schon bestimmte Erwartungen an das betahaus, die sich letztlich auch erfüllt haben. Für uns war es wichtig Reaktionen und Feedback einzuholen und im betahaus, sitzt die richtige Zielgruppe für uns. Es gibt gute Möglichkeiten Tipps, Kontakte oder sogar Kunden auszutauschen. Netzwerken klappt hier tatsächlich sehr gut, auch wenn jeder selbst sich darum bemühen muss und nur im betahaus arbeiten natürlich nicht ausreicht.

Hast du Verbesserungsvorschläge fürs betahaus?

Ich habe es schon angeregt, zum Teil wurde es auch umgesetzt: die Ideenmanufaktur. Quasi ein Blackboard für Expertisen-Austausch. Ich finde das Ganze könnte durchaus noch ausgeweitet werden. Momentan finden sich dort neben Arbeits- auch Wohnungsgesuchen auch viele andere Sachen. Ich fände es schön, wenn dort auch mehr „Biete...“ auftauchen würde, sodass ein wirklicher Austausch von Können unterhalb der betahaus User stattfinden kann.

Die heutige DailyGood lautet übrigens: Monday morning surprise - give a small treat to a colleague.

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