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Start up of the Week #16 – Glutamat

Franziska Müller und Julia Sommerer von Glutamat

Ob Spielwiese, Kontaktbörse, Informationsquelle oder Kaufhaus – Glutamat konzipiert Online-Auftritte jeder Art. So breit jedoch diese Palette scheint, so passgenau schneiden die beiden Gründerinnnen Julia Sommerer und Franziska Müller ihre Produkte auf den Kundenwunsch zu.

Ihr konzipiert Online-Auftritte und füllt sie mit Content – das ist an sich keine ganz neue Idee

Julia: Das ist richtig, allerdings gibt es nur sehr wenige, die so stark inhaltsgetrieben an diese Aufgabe herangehen wie wir es tun. Die meisten Kunden wissen nicht, wie sie ihre Inhalte im Internet kommunizieren müssen, dass Form und Inhalt immer zusammenpassen müssen. Dafür sorgen wir. Unsere Aufgaben sind dabei zwar klar verteilt –  ich bin vor allem für die Konzeption zuständig, Franziska kümmert sich zusammen mit einem Team von Redakteuren um die Texte – trotzdem arbeiten wir sehr eng zusammen. Denn grade im Online-Bereich passiert es ja manchmal, dass Seiten zwar technisch perfekt gebaut sind, aber völlig ungeeignet sind, um die Inhalte gezielt zu präsentieren.

Du sagst, ihr arbeitet mit einem Team von Redakteuren –  das heißt, dass Texten einen Großteil eurer Arbeit ausmacht?

Franziska: Ja, das reicht vom einmaligen Texten für einen statischen Auftritts bis dahin, Seiten tagtäglich mit neuen Nachrichten und Geschichten zu versorgen. Das etwa machen wir seit Anfang an beispielsweise für Yahoo. Aufträge dieser Art waren es vor zwei Jahren auch, die uns darin bestätigten, uns selbstständig zu machen. Durch sie konnten wir planen und sogar mehr Leute beschäftigen.

Ihr seid schnell gewachsen.

Julia: Wir sind gewachsen, aber nicht zu schnell. Wir haben uns zwar stetig, aber vorsichtig vergrößert, die Aufträge erst alleine bearbeitet, Vertrauen zu den Auftraggebern aufgebaut und erst dann Leute dazugeholt. Heute sind wir insgesamt fünf, die jeden Tag hier im Betahaus arbeiten. Dazu kommen noch vier Freie, die ab und zu etwas schreiben. Außerdem eine Projektmanagerin, die mich unterstützt. Und natürlich Programmierer oder Grafiker, die wir uns für einzelne Aufträge dazu holen.

Macht ihr genau so weiter?

Franziska: Ja und nein. Einerseits werden wir natürlich das ausbauen, was wir gerade machen, um unsere Grundlage zu erhalten. Im Januar aber wollen wir auch noch ein zweites Unternehmen gründen. Mit ihm wollen wir Kunden anbieten, uns um solche Inhalte zu kümmern, die Nutzer selbst generieren. Von Kommentaren über Blogs bis hin zu Bewertungsforen wollen wir alle Arten von Web 2.0-Seiten sichten, bewertet und gegebenenfalls auch moderieren. Denn das passiert noch viel zu selten.

Das Interview führte Sandra Middendorf.



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